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Schweißplan-Vorlage mit Schweißfolge nach EN 1090-2
(Excel + Beispiel)

Der Schweißplan je Bauteil auf einem Blatt: oben die Vorgaben nach EN 1090-2, 7.2.2, darunter die Schweißfolge Naht für Naht — mit WPS, Ansatzstellen, Wenden und Zwischenprüfung. Dazu ein ausgefülltes Beispiel an einem fiktiven Träger. Kostenlos, ohne Registrierung in der Software.

  • Bauteil-Vorgaben nach 7.2.2: Verzug, Einspannung, Terrassenbruch, Wärmeeinbringung, Schweißzusätze, Abnahmekriterien, Prüfplan, Kennzeichnung, Oberflächenbehandlung
  • Schweißfolge-Tabelle je Naht: WPS, Verfahrensqualifizierung, Ansatz- und Endstellen, Wenden, Zwischenprüfung
  • Ausgefülltes Beispiel an einem fiktiven geschweißten Träger
  • Fundstelle je Spalte und Zeile, eigenes Blatt „Quellen“
EN 1090-2, 7.2.2SchweißfolgeBeispiel: TrägerExcel · kostenlos

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Schweißplan-Vorlage mit Schweißfolge nach EN 1090-2 (Excel) — als XLSX-Datei

Vorschau: Schweißplan-Vorlage mit Schweißfolge nach EN 1090-2 (Excel)

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Die Vorlage gliedert den Plan, die Festlegungen treffen Sie.

Die Vorlage gibt Ihnen für jeden Inhalt aus 7.2.2 einen Platz. Was dort steht, legt Ihr Betrieb fest — in der Regel die Schweißaufsicht, die EN 1090-2, 7.4.3 für EXC2 bis EXC4 verlangt. Abnahmekriterien und Prüfumfang ergeben sich aus EN 1090-2 und der Ausführungsspezifikation. Das Beispiel ist erfunden und keine Vorgabe für reale Bauteile.

Was EN 1090-2 unter einem Schweißplan versteht

EN 1090-2:2018 verlangt in Abschnitt 7.2.1 einen Schweißplan als Teil der Fertigungsplanung, die der zutreffende Teil der Normenreihe EN ISO 3834 fordert. Abschnitt 7.2.2 zählt auf, was der Plan enthalten muss, soweit es für das Bauteil relevant ist: von der Zuordnung der Schweißanweisungen über Maßnahmen gegen Verzug bis zur Oberflächenbehandlung nach Abschnitt 10. Die Liste reicht von Buchstabe a) bis n).

Der Kern für die Werkstatt ist die Schweißfolge nach 7.2.2 c): in welcher Reihenfolge die Nähte geschweißt werden, wo angesetzt und aufgehört werden darf und wo Zwischenansätze nötig sind, weil die Nahtgeometrie kein durchgehendes Schweißen zulässt. Dazu gehören das Wenden der Bauteile im Zusammenhang mit der Schweißfolge (e) und die Zwischenprüfungen (d). Die Norm hebt einen Fall eigens hervor: Wenn ein späterer Schweiß- oder Montageschritt eine Naht überdeckt oder verdeckt, ist zu überlegen, welche Naht zuerst kommt und ob sie vorher geprüft werden muss.

Die Vorlage teilt den Plan deshalb in zwei Ebenen. Was für das ganze Bauteil gilt — Maßnahmen gegen Verzug, Einspannung, Terrassenbruch, Wärmeeinbringung, Schweißzusätze, Abnahmekriterien, Prüfplan, Kennzeichnung, Oberflächenbehandlung —, steht als Zeile in Abschnitt 2. Was je Naht wechselt, steht als Spalte in der Schweißfolge: WPS mit Verfahrensqualifizierung, Schweißzusatz, Vorwärmen, Zwischenlagentemperatur, Wärmenachbehandlung, Ansatz- und Endstellen, Wenden und Zwischenprüfung. Arbeitsschritte wie Heften, Wenden oder eine Zwischenprüfung bekommen eine eigene Zeile, damit die Reihenfolge auf einen Blick lesbar bleibt.

Jede Zeile und jede Spalte trägt ihre Fundstelle. Was keine Normvorgabe ist, sondern nur der Zuordnung im Betrieb dient — etwa Plan-Nummer oder Freigabe —, ist als Betriebsfestlegung gekennzeichnet. Die Schweißanweisung selbst bauen Sie mit der WPS-Vorlage; was danach tatsächlich geschweißt wurde, hält das Schweißnahtprotokoll fest.

Was in der Vorlage steckt

  • Blatt „Vorlage“, Abschnitt 1: Kopfangaben — Projekt, Bauteil, Zeichnung, Ausführungsklasse laut Ausführungsspezifikation, Plan-Nummer, Erstellt und Freigegeben
  • Abschnitt 2: Vorgaben für das Bauteil nach 7.2.2 b) und f) bis n), dazu die zwei Absätze danach — überdeckte Nähte und Schweißen in kaltumgeformten Bereichen
  • Abschnitt 3: Schweißfolge mit 20 Zeilen — Folge-Nr., Naht oder Arbeitsschritt, Prozess nach ISO 4063, WPS, Verfahrensqualifizierung, Schweißzusatz, Vorwärmen, Zwischenlagentemperatur, Wärmenachbehandlung, Ansatz- und Endstellen, Wenden, Zwischenprüfung
  • Blatt „Beispiel“: derselbe Aufbau, ausgefüllt für einen fiktiven geschweißten I-Träger mit Gurtstoß, Halsnähten, Quersteifen und Kopfplatte
  • Blatt „Quellen“: Fundstelle je Zeile und Spalte, Ausfüllhinweise und Hinweis zur Normfassung

So füllen Sie den Schweißplan aus

01
Ein Blatt je Bauteil

Das Blatt „Vorlage“ kopieren und die Kopfangaben eintragen. Die Ausführungsklasse übernehmen Sie aus der Ausführungsspezifikation.

02
Vorgaben klären

Abschnitt 2 Zeile für Zeile durchgehen. Was für das Bauteil nicht relevant ist, mit „entfällt“ und kurzem Grund kennzeichnen — das empfiehlt die Vorlage, statt Zeilen leer zu lassen.

03
Schweißfolge festlegen

Nähte und Arbeitsschritte in der geplanten Reihenfolge eintragen, mit Folge-Nummern in Zehnerschritten. Je Naht WPS, Ansatz- und Endstellen, Wenden und Zwischenprüfung ergänzen.

04
Freigeben und weitergeben

Plan mit Name und Datum freigeben und mit Zeichnung und WPS in die Werkstatt geben.

Häufige Fragen zum Schweißplan

Was gehört nach EN 1090-2 in einen Schweißplan?

EN 1090-2:2018, 7.2.2 nennt die Inhalte, soweit sie für das Bauteil relevant sind: a) die Schweißanweisungen mit Schweißzusätzen, Vorwärmen, Zwischenlagentemperatur und Wärmenachbehandlung, b) Maßnahmen gegen Verzug, c) die Schweißfolge mit Ansatz- und Endstellen, d) Zwischenprüfungen, e) das Wenden der Bauteile, f) Einspannungen, g) Maßnahmen gegen Terrassenbruch, h) die Steuerung der Wärmeeinbringung bei kleinen Raupen, i) besondere Einrichtungen für Schweißzusätze, j) Nahtprofil und Oberfläche bei nichtrostenden Stählen, k) Abnahmekriterien nach 7.6, l) den Querverweis auf den Prüfplan nach 12.4, m) die Kennzeichnung der Nähte und n) die Oberflächenbehandlung nach Abschnitt 10. Die Vorlage hat für jeden dieser Punkte eine Zeile oder Spalte.

Was ist der Unterschied zwischen Schweißplan, Schweißfolgeplan und Schweißnahtprotokoll?

Der Schweißplan legt vor dem Schweißen fest, wie ein Bauteil geschweißt wird (EN 1090-2, 7.2). Den Begriff Schweißfolgeplan kennt EN 1090-2 nicht; im DVS-Regelwerk (DVS 1709, DVS 1710) ist er ein eigenes Dokument, auf das der Schweißplan verweist und das Zusammenbau und Schweißfolge festhält. Diese Vorlage führt die Schweißfolge im Schweißplan selbst und ordnet ihr die Inhalte von 7.2.2 c), d) und e) zu: welche Naht wann, mit welchen Ansatzstellen, wann gewendet und wann zwischengeprüft wird. Das Schweißnahtprotokoll hält danach fest, was tatsächlich geschweißt wurde — Schweißer, Datum, Prüfergebnis. Für das Protokoll gibt es eine eigene Vorlage auf dieser Website.

Muss ich Vorwärm- und Zwischenlagentemperatur in den Schweißplan übertragen?

7.2.2 a) nennt die Schweißanweisungen einschließlich Schweißzusätzen, Vorwärmen, Zwischenlagentemperatur und Wärmenachbehandlung als Inhalt des Schweißplans. Die Vorlage hat dafür je Naht eigene Spalten. Im Beispiel steht dort ein Verweis auf die WPS, die diese Angaben enthält. Dass ein Verweis genügt, ist eine Lesart der Vorlage, kein Wortlaut der Norm — ob Ihr Betrieb verweist oder die Werte überträgt, legen Sie selbst fest.

Warum stehen im Beispiel keine Temperaturen und keine Prüfumfänge?

Temperaturen und Schweißzusätze stehen in der WPS; Abnahmekriterien und Prüfumfang hängen von der Ausführungsklasse und der Ausführungsspezifikation ab. Ein Beispiel mit erfundenen Zahlen würde wie eine Vorgabe aussehen. Deshalb verweist das fiktive Beispiel auf WPS und Prüfplan, statt Zahlen zu nennen.

Wer erstellt und gibt den Schweißplan frei?

EN 1090-2 regelt in 7.2 nicht, wer den Schweißplan erstellt oder freigibt; es verlangt ihn als Teil der Fertigungsplanung nach der zutreffenden Norm der Reihe EN ISO 3834. Die Vorlage hat Felder für „Erstellt“ und „Freigegeben“ mit Name und Datum. Wer dort unterschreibt, legt Ihr Betrieb fest. Für EXC2 bis EXC4 verlangt EN 1090-2, 7.4.3 eine Schweißaufsicht nach EN ISO 14731; deren Aufgabenliste (Anhang B) nennt die Fertigungsplanung einschließlich der Schweißfolge.

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