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Apparate- und Behälterbau

WPS & WPQR imApparate- und Behälterbau

Schweißanweisungen nach ISO 15609-1 erstellen, Verfahrensprüfungen nach ISO 15614-1 verwalten und vor jeder Naht-Zuordnung gegen Schweißerqualifikation prüfen — digital statt in Excel und Papierordnern.

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Was den Apparate- und Behälterbau von reinem Stahlbau unterscheidet

Anders als der reine Stahlbau, wo EN 1090 das Regelwerk für tragende Stahlkonstruktionen vorgibt, folgen Apparate und Behälter meist einem eigenen, produktspezifischen Regelwerk — welches das im Einzelfall ist, hängt vom Bauteil ab und wird an dieser Stelle bewusst nicht behauptet.

Unabhängig davon bilden WPS und WPQR die gemeinsame Prozessgrundlage: Sie qualifizieren das Schweißverfahren selbst, nicht das Endprodukt. Die ISO-3834-Reihe — die Grundlage für Qualitätsanforderungen beim Schmelzschweißen — nennt Druckbehälter ausdrücklich als typisches Anwendungsbeispiel, neben Kränen, Brücken und Transportfahrzeugen (ISO 3834-1:2021, Einleitung).

Welche Qualitätsstufe — Teil 2, 3 oder 4 der Reihe — für Ihren Betrieb zutrifft, zeigt der ISO 3834 Readiness-Check.

WPS und WPQR: Die Prozessgrundlage

Zwei Dokumente, die zusammengehören und gegeneinander geprüft werden müssen

WPS muss auf eine gültige WPQR verweisen

Eine Schweißanweisung ohne zugrunde liegende, gültige Verfahrensprüfung ist nicht freigebbar — die WPS referenziert die WPQR, nicht umgekehrt.

Geltungsbereiche nach ISO 15614-1 Tabelle 3

Der Geltungsbereich einer WPQR — welche Werkstoffdicken, Positionen und Nahtarten sie abdeckt — wird nach Tabelle 3 der ISO 15614-1 berechnet.

Schweißerqualifikation muss die WPS abdecken

Verfahren, Position, Dicke und Werkstoffgruppe der Schweißerprüfung nach ISO 9606-1 müssen die Parameter der WPS abdecken.

Deckungscheck vor jeder Naht-Zuordnung

Prozess, Position, Dicke und Werkstoffgruppe werden gegen die WPQR und die Schweißerqualifikation geprüft. Fehlt die Deckung, blockiert StahlNorm die Zuordnung mit Norm-Bezug — statt sie einer Excel-Tabelle zu überlassen.

Materialrückverfolgbarkeit und Zeugnisse

Materialzertifikate nach EN 10204 unterscheiden die Typen 2.1, 2.2, 3.1 und 3.2 — welcher Typ für ein konkretes Bauteil verlangt wird, legt das jeweils anwendbare Regelwerk oder der Auftraggeber fest. In der Materialverwaltung bleiben Charge und Zeugnis durchgängig verknüpft.

Was StahlNorm im Apparatebau nachweislich tut

Keine Konformitäts-Zusage — die Prüfung Ihrer Bauteile trifft die zuständige Stelle. StahlNorm führt die Nachweise lückenlos.

WPS nach ISO 15609-1 digital erstellen und verwalten
WPQR mit Geltungsbereich verknüpfen und Ablauf im Blick behalten
Deckungscheck vor jeder Schweißer-Zuordnung
Materialzertifikate und Chargen durchgängig zuordnen
Projektakte mit allen Nachweisen als PDF exportieren

Häufig gestellte Fragen zu WPS & WPQR im Apparatebau

Was ist der Unterschied zwischen WPS und WPQR?

Die WPS (Schweißanweisung, ISO 15609-1) beschreibt, wie geschweißt werden soll — Verfahren, Werkstoff, Position, Parameter. Die WPQR (Verfahrensprüfung, ISO 15614-1) ist die Testdokumentation, die belegt, dass diese Parameter tatsächlich eine normgerechte Schweißverbindung ergeben. Eine WPS ohne gültige WPQR im passenden Geltungsbereich ist nicht freigebbar.

Gibt es eine fertige WPQR-Vorlage zum Download?

Nein — eine WPQR ist keine ausfüllbare Vorlage, sondern das Ergebnisprotokoll einer tatsächlich durchgeführten und geprüften Verfahrensprüfung nach ISO 15614-1. Was sich vorlagenhaft nutzen lässt, ist die WPS: ein ausgefülltes Beispiel und eine leere Vorlage stehen unter Vorlagen & Muster bereit.

Kann ich eine WPS aus dem Stahlbau auch im Apparatebau verwenden?

Nur innerhalb des Geltungsbereichs der zugrunde liegenden WPQR (Werkstoffgruppe, Dickenbereich, Position, Nahtart nach ISO 15614-1). WPS und WPQR sind produkt- und verfahrensbezogen, nicht branchengebunden — das jeweils anwendbare Regelwerk des Endprodukts kann aber zusätzliche Anforderungen stellen.

Welche Schweißerqualifikation brauche ich im Apparatebau?

Eine gültige Schweißerprüfung nach ISO 9606-1, deren Geltungsbereich die Parameter der WPS abdeckt: Verfahren, Position, Werkstoffgruppe und Dicke. Ob die Prüfung passt, wird gegen die konkrete WPS und die zugrunde liegende WPQR geprüft.

WPS & WPQR im Apparatebau digital dokumentieren

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