WPS Schweißanweisung digital erstellen — nach ISO 15609-1
Kernfelder ausfüllen, Wärmeeinbringung wird live nach EN 1011-1 berechnet, fertige Schweißanweisung als PDF. Kostenlos und ohne Anmeldung.
WPS-Generator — kostenlose Schweißanweisung
pWPS · PDFErzeugen Sie eine vorläufige Schweißanweisung (pWPS) nach DIN EN ISO 15609-1 als PDF — mit automatisch berechneter Wärmeeinbringung und EXC-Plausibilitätsprüfung. Direkt im Browser, ohne Registrierung.
WPS kostenlos online erstellen
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WPS speichern, mehrere verwalten, mit der WPQR verknüpfen und den Geltungsbereich automatisch prüfen? Das übernimmt StahlNorm — inklusive Versionshistorie und Audit-Export.
Kostenloses Konto für die WPS-VerwaltungWas ist eine WPS (Welding Procedure Specification)?
Eine WPS — auf Deutsch Schweißanweisung — ist ein normiertes Dokument, das alle relevanten Parameter für eine Schweißaufgabe schriftlich festlegt. Sie definiert, wie eine bestimmte Verbindung unter definierten Bedingungen geschweißt werden soll: welches Verfahren, welche Materialien, welche Positionen, welche elektrischen Parameter.
Nach EN 1090 ist die WPS für alle Schweißarbeiten an tragenden Stahlkonstruktionen Pflicht. Ohne qualifizierte WPS darf nicht geschweißt werden — und ohne Schweißdokumentation gibt es kein Zertifikat.
Die Norm ISO 15609-1 legt fest, welche Mindestinhalte eine WPS für Lichtbogenschweißverfahren enthalten muss. StahlNorm bildet alle Pflichtfelder ab und validiert die Eingaben automatisch.
Pflichtinhalte einer WPS nach ISO 15609-1
ISO 15609-1 definiert den Mindestinhalt einer Schweißanweisung für Lichtbogenschweißverfahren. Folgende Angaben müssen in jeder WPS enthalten sein:
- WPS-Nummer (eindeutige Kennzeichnung)
- Datum der Erstellung und Genehmigung
- Schweißverfahren nach ISO 4063 (z. B. 135 = MAG)
- Grundwerkstoffe: Werkstoffgruppe nach ISO/TR 15608, Spezifikation, Dickenbereich
- Zusatzwerkstoffe: Spezifikation, Durchmesser, Schutzgas nach ISO 14175
- Schweißposition nach ISO 6947 (PA, PB, PC, PF, PG …)
- Nahtform und Nahtvorbereitung (Stumpfnaht, Kehlnaht, Öffnungswinkel)
- Elektrische Parameter: Stromstärke, Spannung, Polarität
- Streckenenergie-Bereich (kJ/mm)
- Vorwärmtemperatur (Tmin)
- Zwischenlagentemperatur (Tmax)
- Wärmebehandlung nach dem Schweißen (PWHT)
- Schweißfolge / Lagenplan (bei Mehrlagenschweißen)
- Verantwortliche Person (Unterschrift Schweißaufsicht)
- Verweis auf die qualifizierende WPQR-Nummer
Hinweis: Für andere Schweißverfahren (z. B. Gasschweißen, Widerstandsschweißen) gelten die Teile ISO 15609-2 bis -6. StahlNorm fokussiert auf Lichtbogenverfahren nach ISO 15609-1.
WPS Vorlage vs. Software — was ist besser?
Viele Betriebe starten mit Excel- oder Word-Vorlagen. Das funktioniert — hat aber klare Grenzen, sobald die WPS-Anzahl wächst oder ein Audit bevorsteht.
Eine kostenlose WPS-Excel-Vorlage nach ISO 15609-1 finden Sie weiter unten auf dieser Seite zum Download. In StahlNorm sind WPS-Vorlagen nach ISO 15609-1 zusätzlich direkt in der Software enthalten — mit automatischer Pflichtfeld-Validierung, im kostenlosen Tarif nutzbar.
WPS mit StahlNorm erstellen
StahlNorm führt Schritt für Schritt durch alle Pflichtfelder der ISO 15609-1 — mit automatischer Validierung, WPQR-Abdeckungsprüfung und direktem PDF-Export.
StahlNorm prüft Ihre Eingaben gegen die Pflichtfelder der ISO 15609-1 — direkt beim Erfassen.
Verknüpfen Sie jede WPS mit der qualifizierenden WPQR und sehen Sie auf einen Blick, ob die Abdeckung gültig ist.
PDF-Export der WPS mit allen Pflichtfeldern nach ISO 15609-1 — druckfertig für Auftraggeber und Prüfer.
Jede Änderung an einer WPS wird mit Datum und Bearbeiter protokolliert — vollständige Rückverfolgbarkeit.
WPS vs. WPQR — der Unterschied
WPS und WPQR werden oft verwechselt, erfüllen aber grundlegend verschiedene Funktionen:
Welding Procedure Specification
Die Anweisung: Sie beschreibt, wie geschweißt werden soll — alle Parameter, die der Schweißer einhalten muss. Norm: ISO 15609-1.
Welding Procedure Qualification Record
Die Verfahrensprüfung: Sie belegt durch einen Schweißversuch, dass die WPS zu einwandfreien Ergebnissen führt. Norm: ISO 15614-1.
Weitere Details zur Verfahrensprüfung finden Sie auf der Normenseite: ISO 15614-1 — Verfahrensprüfung für Lichtbogenschweißen →
WPS Schweißanweisung: Vorlage, Muster und Pflichtfelder
Was muss eine WPS-Vorlage nach ISO 15609-1 enthalten? Und wann reicht eine Excel-Vorlage — wann brauchen Sie eine Software? Hier die Antworten für den Praxisalltag im Metallbau.
Sofort einsatzbereite Excel-Vorlage für die Schweißanweisung (WPS) nach DIN EN ISO 15609-1 — als Formular mit allen Pflichtangaben (Verfahren, Grund- und Zusatzwerkstoff, Position, Parameter je Lage, Vorwärm- und Zwischenlagentemperatur), plus Normen-Legende (ISO 4063, ISO 6947, CEN ISO/TR 15608) und WPQR-Hinweis nach DIN EN ISO 15614-1.
Sie wollen erst sehen, was reingehört? Ausgefülltes WPS-Muster (PDF, MAG 135 Kehlnaht) — vollständig ausgefülltes Beispiel mit Annotationen pro Pflichtfeld und gegengerechneter Streckenenergie.
Muster, kein Zertifikat. Die Werte sind plausibel und in sich konsistent, aber nicht durch eine konkrete WPQR für Ihren Betrieb freigegeben. Vor Produktionsstart muss eine eigene WPQR (ISO 15614-1) erstellt und die pWPS von der Schweißaufsicht freigegeben werden. Die obere Plausibilitätsgrenze ≤ 3,5 kJ/mm ist eine interne Haus-Annahme — kein Normwert aus EN 1090-2.
Eine normkonforme Vorlage muss alle folgenden Felder enthalten — fehlende Angaben sind ein kritischer Audit-Mangel:
- Schweißverfahren nach ISO 4063 (z. B. 135 = MAG)
- Grundwerkstoff: Werkstoffgruppe, Spezifikation, Dickenbereich
- Zusatzwerkstoff: Norm, Typ, Durchmesser, Schutzgas
- Schweißposition nach ISO 6947 (PA, PB, PF …)
- Nahtform und Nahtvorbereitung (Öffnungswinkel, Stegabstand)
- Elektrische Parameter: Stromstärke, Spannung, Polarität
- Streckenenergie-Bereich (kJ/mm)
- Vorwärmtemperatur (Tmin) und Zwischenlagentemperatur (Tmax)
- Verweis auf qualifizierende WPQR-Nummer
- Freigabe: Unterschrift Schweißaufsicht + Datum
Eine Excel- oder Word-Vorlage ist ein legitimer Einstieg — hat aber klare Grenzen, sobald die WPS-Anzahl steigt oder ein Audit bevorsteht:
Vorlage (Excel/Word) — sinnvoll wenn:
- Wenige WPS (unter 10)
- Kein unmittelbares Audit
- Erfahrene Schweißaufsicht prüft manuell
Software — sinnvoll wenn:
- 10+ WPS mit verschiedenen Verfahren
- Audit steht bevor (Vollständigkeits-Check)
- WPQR-Abdeckung automatisch prüfen
- Schweißer-Qualifikationen überwachen
Die pWPS (preliminary Welding Procedure Specification) ist ausschließlich der Entwurf für die Verfahrensprüfung — sie beschreibt, wie das Teststück für die WPQR geschweißt wird. Eine gültige WPS nach ISO 15609-1 stützt sich auf ein qualifiziertes Schweißverfahren — der Regelweg ist die WPQR nach ISO 15614-1; EN 1090-2 Tabelle 12 lässt je Ausführungsklasse auch weitere Qualifizierungswege zu (z. B. ISO 15612/15613). Die pWPS ersetzt die Qualifikation nicht — sie ist deren Vorstufe.
Faustregel: Ab EXC2 braucht jede WPS eine qualifizierte Grundlage (EN 1090-2 Tab. 12) — nur EXC1 kommt ohne Verfahrensqualifikation aus. Die pWPS gehört in den Verfahrensprüfungs-Ordner, nicht in die Fertigung.
In StahlNorm erstellen Sie WPS nach ISO 15609-1 aus Vorlagen — mit automatischer Pflichtfeld-Validierung und direktem PDF-Export.
WPS aus Vorlage erstellen — kostenlos registrierenVorlagen und Muster für Schweißanweisungen
Wer eine WPS nach ISO 15609-1 von Grund auf neu schreibt, verliert Stunden.
ISO 15609-1:2019 schreibt verbindliche Pflichtfelder vor: das Schweißverfahren (1xx, 2xx, 3xx …), die Nahtart (Stumpfnaht, Kehlnaht, Loch- oder Schlitznaht), die Werkstoffgruppe nach ISO/TR 15608, die Blechdicke, die Schweißposition, die Stoßart, die Einzelheitengrafik sowie die Parameter (Stromstärke, Spannung, Drahtvorschub, Geschwindigkeit, Schutzgas, Vorwärm- und Zwischenlagentemperatur).
Eine vollständige Vorlage füllt diese Felder mit Standardwerten, sodass nur die projektspezifischen Abweichungen eingetragen werden müssen.
Eine pWPS (preliminary Welding Procedure Specification) ist die Vor-Qualifikation, mit der ein Teststück geschweißt wird. Aus der pWPS wird nach erfolgreicher Schweißprobe der WPQR (Welding Procedure Qualification Record) abgeleitet — er ist der eigentliche Qualifizierungsbeleg.
Wer beide Vorlagen parallel pflegt, kann später ohne Datenverlust von pWPS auf WPQR umstellen und behält die Qualifizierungs-Ranges automatisch im System.
Häufige Konstellationen lassen sich als fertige Muster hinterlegen:
- • MAG-Schweißen Stumpfnaht, S235/S355, 5–12 mm (135, t>5 mm)
- • MAG-Schweißen Kehlnaht, S235/S355, a 4–8 mm (135, FW)
- • WIG-Schweißen Stumpfnaht, CrNi-Stahl 1.4571, 2–6 mm (141)
- • E-Hand Stumpfnaht, S355, EXC2, t 10–25 mm (111)
Solche Muster stehen in StahlNorm als gespeicherte Vorlagen zur Verfügung — per Mausklick dupliziert und mit projektspezifischen Werten angepasst.
- Pflichtfeld lückenhaft: ISO 15609-1 lässt keine Lücken — wer ein Feld leer lässt, riskiert eine Abweichung im Audit.
- Falsche Werkstoffgruppe: Die Zuordnung nach ISO/TR 15608 muss zur WPQR-Range passen, sonst deckt die WPS nicht alle zulässigen Werkstoffe ab.
- Veraltete Parameterbereiche: Die zulässigen Strom-, Spannungs- und Geschwindigkeitsbereiche müssen innerhalb der WPQR liegen — Vorlagen ohne Range-Validierung laden diesen Fehler ein.
StahlNorm liefert mehrere vorgefertigte WPS-Vorlagen für Standard-Anwendungen (MAG, WIG, E-Hand) — direkt im Editor auswählbar und anpassbar. Mit Pflichtfeld-Validierung, WPQR-Verknüpfung und PDF-Export.
FAQ zur WPS Schweißanweisung
Was ist eine WPS beim Schweißen?
Eine WPS (Welding Procedure Specification, dt. Schweißanweisung) ist ein normiertes Dokument, das alle relevanten Schweißparameter für eine bestimmte Schweißaufgabe festlegt: Schweißverfahren, Grundwerkstoffe, Zusatzwerkstoffe, Nahtform, Schweißposition, Streckenenergie und Wärmebehandlung. Sie ist nach EN 1090 verpflichtend und muss durch eine Verfahrensprüfung (WPQR) qualifiziert sein.
Was ist der Unterschied zwischen WPS und WPQR?
Die WPS (Welding Procedure Specification) ist die Anweisung — sie beschreibt, wie geschweißt werden soll. Die WPQR (Welding Procedure Qualification Record) ist die Verfahrensprüfung — sie belegt durch einen Prüfversuch, dass die beschriebene Methode zu schweißtechnisch einwandfreien Ergebnissen führt. Jede WPS muss durch eine gültige WPQR abgedeckt sein.
Wie lange ist eine WPS gültig?
Eine WPS hat grundsätzlich keine feste Ablaufzeit. Sie bleibt gültig, solange die zugrundeliegende WPQR gültig ist und die Schweißparameter nicht wesentlich geändert werden. Wesentliche Änderungen an den Schweißvariablen erfordern eine neue WPQR — und damit eine überarbeitete oder neue WPS.
Muss jede WPS durch eine WPQR abgedeckt sein?
Ja — nach ISO 15609-1 in Verbindung mit ISO 15614-1 muss jede pWPS (vorläufige Schweißanweisung) durch eine Verfahrensprüfung bestätigt werden, bevor sie als qualifizierte WPS eingesetzt werden darf. Ausnahmen gelten nur bei der Verwendung anderer Qualifikationsmethoden nach ISO 15610, 15611, 15612 oder 15613.
Gibt es eine kostenlose WPS-Vorlage?
Ja. Auf dieser Seite können Sie eine kostenlose WPS-/Schweißanweisungs-Vorlage als Excel-Datei nach DIN EN ISO 15609-1 herunterladen — als Formular mit allen Pflichtangaben, Parametern je Lage und einer Normen-Legende. Darüber hinaus sind in StahlNorm WPS-Vorlagen nach ISO 15609-1 direkt in der Software enthalten und führen durch alle Pflichtfelder mit automatischer Validierung — im kostenlosen Tarif nutzbar.